Flachwasserschubboote 2015 - Freiwillige Feuerwehr Stadtprozelten

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Übergabe der neuen Flachwaserschubboote in Remagen / Oberwinter

Am Donnerstag, den 05.02.2015 machten sich um 07:00 Uhr drei Kameraden mit dem MZF auf den Weg nach Remagen / Oberwinter um die neuen Flachwasserschubboote auzuholen. Begleitet wurden Sie vom KBR Meinrad Lebold und Joachim Hörst vom Landratsamt Miltenberg.
Gegen 16:30 trafen sie zusammen mit den neuen Booten in Stadtprozelten wieder ein.

Drei Flachwasserschubboote für die Stadtprozeltener Wehr

Das Sommerfest der Stadtprozeltener Wehr bildete am Sonntag den passenden Rahmen für die Übergabe von drei Flachwasserschubbooten mit Anhänger. Darüber hinaus wurde auch ein Stromerzeuger aus Beständen der Bundeswehr an die Dorfprozeltener Wehr übergeben.

Landrat Jens Marco Scherf begrüßte zahlreiche Gästen aus dem Südspessart, darunter alle Bürgermeister beziehungsweise ihre Stellvertreter sowie Vertreter der Wehren, den Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann, den Landtagsabgeordneten Thomas Mütze und den Kreisvorsitzenden des Gemeindetags, Guenther Oettinger. Auch die Feuerwehrspitze war hochrangig mit Kreisbrandrat Meinrad Lebold, Kreisbrandinspektor Hauke Muders und Kreisbrandmeister Willi Lindner vertreten. Scherf stellte heraus, dass vielen Menschen gar nicht bewusst sei, dass die Feuerwehr 365 Tage im Jahr jeweils 24 Stunden lang für den Schutz von Leben und Eigentum bereit stehe. Der Landkreis Miltenberg erkenne dies unter anderem mit Investitionen von 750.000 Euro in diesem Jahr für den Brand- und Katastrophenschutz an. Der Landkreis könne sich stets auf die Feuerwehr mit ihrer Führung verlassen, lobte Scherf, man vertraue deshalb auch dem Rat dieser Fachleute, wenn es um Anschaffungen wie etwa die Flachwasserschubboote geht. Die Kosten von insgesamt 31.900 Euro würden mit 70 Prozent – 21.700 Euro – vom Freistaat gefördert, rechnete Scherf vor. Er dankte der Stadt und der Feuerwehr von Stadtprozelten für ihre Bereitschaft, die Boote zu übernehmen, Stellplätze zur Verfügung zu stellen und sich um sie kümmern. Dies, so der Landrat, habe Bürgermeisterin Claudia Kappes ihm gegenüber als „Vertrauensbeweis für Stadtprozelten“ eingestuft.

Der Landrat ging auch auf das Projekt „Leuchtturm“ ein und übergab symbolisch einen von insgesamt 17 Stromerzeugern aus Bundeswehrbeständen an die Dorfprozeltener Feuerwehr. Die restlichen Geräte würden im Laufe des Jahres an die anderen Wehren überreicht, kündigte er an. Mit diesen Geräten solle sichergestellt werden, dass in möglichst jedem Ort im Falle eines länger andauernden Stromausfalls ein Gebäude mit Strom und Wärme versorgt werden kann.

Nach der Segnung der Ausrüstungsgegenstände durch Diakon Günter Scheurich ging Stadtprozeltens stellvertretender Bürgermeister Walter Adamek auf die Vorteile der Flachwasserschubboote ein. Diese würden nun die bisher verwendeten Nachen des Schiffervereins zur Versorgung von Bewohnern während des Hochwassers ersetzen, sagte er und lobte den Einsatz von Landrat und Kreisbrandrat für die Stationierung der Boote im Südspessart. Die Boote erleichterten die künftigen Einsätze erheblich, freute er sich – nicht nur für Stadtprozelten, sondern auch die anderen Gemeinden.

Kreisbrandrat Meinrad Lebold zufolge trage der Freistaat Bayern mit der Förderung der Boote den geänderten Einsatzanforderungen Rechnung. Die Feuerwehren am Main und an den Nebenflüssen müssten im Hochwasserfall handlungsfähig sein, stellte er fest. Mit den Booten könnten die Menschen während des Hochwassers in ihren Häusern versorgt werden, aber auch bei plötzlich eintretendem Starkregen seien sie nützlich. Die Boote in Stadtprozelten könnten aber auch für den überörtlichen Einsatz in Hilfeleistungskontingenten verwendet werden. Lebold dankte allen an der Beschaffung Beteiligten für ihren Einsatz. Zum Stromerzeugungsgerät rief er in Erinnerung, wie sehr man heute vom Strom abhängig sei: etwa in Supermärkten, in Backstuben, in Banken. Auch in der Kommunikation sei ein Stromausfall mit erheblichen Problemen behaftet. Mit den von der Bundeswehr überlassenen Stromerzeugern wolle man die Städte und Gemeinden unterstützten, stellte er fest und hob den Einsatz des Bundestagsabgeordneten Alexander Hoffmann heraus, der den Überlassungsantrag im Verteidigungsministerium unterstützt habe.

Manuel Ullrich, der Vorsitzende des Stadtprozeltener Feuerwehrvereins, betonte, dass die Feuerwehr das in sie gesetzte Vertrauen gerne zurückgeben möchte. Es sei der Wehr bewusst, dass sie mit der Übernahme der Boote eine Verantwortung übernommen habe, wozu Wartung, Instandhaltung und Ausbildung an den Booten gehörten. Eine der wichtigsten Aufgaben sei es nun, mit den Booten zu üben, damit man später in der Lage sei, qualifizierte Hilfe leisten zu können.

Die musikalische Umrahmung des Sommerfests übernahmen die Henneburger Musikanten. (Text und Bilder LRA MIL)


Über die drei neuen Flachwasserschubboote für die Stadtprozeltener Feuerwehr freuen sich (von links): Kreisbrandrat Meinrad Lebold, Landrat Jens Marco Scherf, Kommandant Thomas Birkholz und stellvertretender Bürgermeister Walter Adamek.

Den ersten von insgesamt 17 Stromerzeugern übergaben Landrat Jens Marco Scherf (zweiter von links) und Kreisbrandrat Meinrad Lebold (rechts) an den Dorfprozeltener Feuerwehrkommandanten Florian Haberl und Dorfprozeltens stellvertretenden Bürgermeister Franz Ottmar Klappenberger (links).

 
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